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Freiraum Laudatio

 

Freiraum

Kunst und Kultur im Glockenbachviertel – eine Kunst-Geschichte

Der Freiraum ART KULTUR ist jetzt 40 Jahre alt geworden.

Gründungsmitglieder waren Roland Brummer, Christa Lux und Ana Kettner und ganz viele Künstlerinnen und Künstler.

Als Vorstandsfrau (seit 2016) möchte ich mich bei allen, die mit mir einen kleinen Teil der Zeit geteilt, Ausstellungen konzipiert, organisiert und begleitet haben, herzlich bedanken. Es war unglaublich viel Kreativität und Engagement von so vielen Menschen dabei. Jedes Jahr gab es eine Ausstellung der Mitglieder und GästInnen. Die letzte fand in den Goldbergstudios statt, einer Location nahe unserem ehemaligen Projekt in der Pestalozzistraße.

Als wir noch in der Pestalozzistr. 8 die Galerie und das Mitgliedercafé hatten, wurden monatlich interessante Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Dank der Genossenschaft Gewofag konnten wir auch einige Jahre in der Passauerstraße einen Kunst-Galerieraum einrichten und bespielen.

Über viele Jahre arbeiteten wir auch mit der Glockenbachwerkstatt Bürgerhaus zusammen. Hier fanden wir einen Ort, der uns von seiner Lebendigkeit und seiner sozialen Einstellung her sehr entsprochen hat. Musik und Kunst und Kultur gehen eine wunderbare Symbiose ein. Wir sind der Glockenbachwerkstatt sehr verbunden.

Der Verein ist nun Geschichte. Am 10. Dezember 2025 hat die außerordentliche Mitgliederversammlung beschlossen, den Verein aufzulösen. Unsere Vorstandschaft von Sabine Bijewitz, Hilde Dennhöfer und mir sind nun für ein Jahr die Liquidatorinnen. Erst 2027 wird der Verein endgültig aus dem Vereinsregister gestrichen.

Elisabeth Seidel, auch im Namen von Sabine und Hilde

München, Februar 2026

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Die Reise im großen Rund

Kunst ist mein Leben geworden – nach vielen Jahren der Suche, in denen die Kunst, das Malen und Gestalten, das Kreative,

mich begleitet hat. Je älter ich werde, desto intensiver
wird mein Leben eins mit ihr. Es ist eine Katharsis.
Dieser äußeren und inneren Bewegung spüre ich nach.
Mein Frausein in der Welt, der rote Faden, die Verknüp-
fungen und Netzwerke, die Auseinandersetzung mit den
Verwundungen, mit Ausgrenzung und Diskriminierung,
mit dem Finden der eigenen Position.

Besonders fruchtbar empfinde ich die Erlebnisse in und
mit der Natur, den Pflanzen, den Tieren. In der Natur
fühle ich mich eins mit allem Lebendigen.

Meine Kunst entspringt aus dieser Fülle und hat Symbolcharakter. Im Entwickeln eines Themas überlasse ich mich der Intuition. Sie weist mir den Weg – wie durch ein Labyrinth zur Mitte. Ich sammle Gedanken, Ideen und Material, experimentiere und gestalte. So beginnt es, wird ausgebaut und bestenfalls vollendet.

Elisabeth Seidel

 

München, im Jahr 2021